Glossar / Investment-Lexikon: Value at Risk

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Start des "Fenja Fund Multi Strategy" war am 01. Oktober 2010 mit einem NAV von 100. Die Performance von Januar 2007 bis 30. September 2010 wurde mit den zugrunde liegenden Handelssystemen des "Fenja Fund Multi Strategy" auf realen Konten erwirtschaftet und ist gebührenbereinigt.

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Erklärung für "Value at Risk"

Die "Value at Risk"-Methode wurde zu Beginn der 90er Jahre von Investmentbanken in den USA zur Kontrolle von Finanzmarktrisiken entwickelt. Durch diese Kennzahl wird das Risiko selbst von großen und komplexen Portfolios beschrieben. Der Begriff Risikowert oder englisch Value at Risk (VaR) bezeichnet ein Risikomaß, das den geschätzten, maximalen (Marktwert-)Verlust einer Risikoposition nach einer vorgegebenen Periode (=Haltedauer) angibt, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit unter üblichen Marktbedingungen nicht überschritten wird. Ein Value at Risk kann grundsätzlich für verschiedenste Haltedauern und Konfidenzniveaus ermittelt werden. Typische Haltedauern für Handelspositionen sind 1 Tag oder 10 Tage. Bei illiquiden Marktpreisrisikopositionen werden auch 1 Monat oder 3 Monate verwendet. Kreditrisiken werden üblicherweise unter Zugrundelegung eines Zeithorizonts von einem Jahr bewertet. Die Haltedauer (Periode) wird mit T bezeichnet. Ursprünglich kamen als Konfidenzniveau Werte von 95% oder 99% zur Anwendung. Inzwischen setzen sich zunehmend auch höhere Konfidenzniveaus durch (99,9% bis zu 99,99%), dies vor allem, um gegenüber externen Ratingagenturen ein Solvenzniveau zu demonstrieren, das mindestens dem angestrebten Rating entspricht. Ein höheres Konfidenzniveau (Quantil) hat einen (deutlich) höheren VaR zur Folge, ebenso ergibt sich mit steigender Haltedauer ein höherer VaR. Das Konzept stammt ursprünglich aus dem Bankensektor und diente der Quantifizierung von Marktrisiken. J.P. Morgan entwickelte den Ansatz weiter, so dass der Ansatz heute Standard in der bankinternen Steuerung und in der bankaufsichtlichen Risikobegrenzung ist. Heute wird das Konzept auch in vielen Industrie- und Handelsunternehmen für Risiken aller Art eingesetzt. Der VaR ist ein Downside-Riskmaß, das nur auf Verluste abstellt, ohne Chancen zu berücksichtigen. Bei der praktischen Ermittlung des Value at Risk müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden: Marktfaktoren (relevante Auswirkungen der Volatilitäten und Korrelation), Haltedauer (Zeitraum über den der erwartete Verlust realisiert/gehedgt wird), Beobachtungszeitraum (zur Bestimmung von statistischen Parametern zur Berechnung des Value at Risk)


 

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